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Allergie-Kongress 2004, Aachen, 15. bis 19. September der allergologischen Fachgesellschaften Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA), Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) und Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA).

 

Nahrungsmittelallergie: Erdnusssnack als tödliche Gefahr.
 

Ein allergischer Schock entsteht bei Kindern am häufigsten durch eine Nahrungsmittelallergie. Besonders gefährlich sind Allergien gegen Erdnüsse. Weil Bestandteile der Erdnuß in die Muttermilch übergehen, können sogar Säuglinge eine Überempfindlichkeit entwickeln. Nahrungsmittelallergiker sollten „ihr“ Nahrungsmittel konsequent meiden. Das ist gar nicht so einfach. Denn schon winzige Verunreinigungen können eine allergische Reaktion in Gang setzen.
Der Patenonkel hatte es gut gemeint und zur Geburtstagsfeier Erdnuß-Flocken spendiert. Seine kleine Nichte Lina wußte, daß sie auf Erdnüsse allergisch reagiert. Sie verkniff sich den Snack. Trotzdem brach sie wenig später zusammen. „Allergieschock“ lautete die Diagnose des Notarztes. Lina hatte aus dem Glas einer Freundin getrunken – und die war den Erdnuß Flocken sehr zu-getan. Auf der Intensivstation konnte Lina gerettet werden. Aber es war knapp.



Nahrungsmittelallergien bei Kindern häufigste Ursache für allergischen Schock



Andere Betroffene haben weniger Glück als Lina: In den USA sterben jedes Jahr 50 bis 100 Menschen an den Folgen einer Erdnußallergie. „Für Deutschland haben wir in einer Umfrage unter 10.000 Pädiatern nachgewiesen, daß bei Kindern Nahrungsmittelallergien die häufigste Ursache für einen allergischen Schock sind. Besonders oft handelt es sich dabei um Nuß- und Erdnußallergien“, erläutert Professor Bodo Niggemann von der Berliner Charité. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit dem Präventions- und Informationsnetzwerk Allergie/Asthma e.V. (pina) durchgeführt und wird jetzt auf dem Allergie-Kongress Aachen 2004 vorgestellt – dem bisher größten deutschen Allergie-Kongress.


Der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA), die deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) und die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) haben gemeinsam zu der Veranstaltung eingeladen.
Wie die Ergebnisse der Umfrage weiter zeigen, ereignet sich ein allergischer Schock meistens zu Hause, auf der Straße oder in Kindergarten und Schule. Bis der Notarzt vor Ort ist, kann einige Zeit vergehen. Das ist gefährlich. Denn ein allergischer Schock ist ein absoluter Notfall: Die Bronchien verkrampfen und verengen sich, es kommt zu dramatischer Luftnot, der Kreislauf bricht zusammen. Wird nicht rechtzeitig eingegriffen, können die Betroffenen sterben.

„Kinder und Eltern, aber auch Kindergärtnerinnen und Lehrer sollten deshalb unbedingt die Symptome kennen, mit denen sich ein allergischer Schock ankündigt“, sagt Dr. Frank Friedrichs, Kinder- und Jugendarzt, Allergologe und einer der Präsidenten des Allergie-Kongresses Aachen 2004.


Zu den Alarmzeichen gehören Juckreiz, Brennen und Schwellungen von Haut, Zunge, Rachen und Lippen, Heiserkeit, Engegefühl im Hals, Luftnot, Erbrechen, Durchfall, heftige Bauchschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme und Blässe.“ Meistens treten die Beschwerden bereits kurze Zeit nach dem Verzehr des fraglichen Lebensmittels auf.


Neben Erdnüssen sind Hasel- und Walnüsse, Hühnerei, Kuhmilch oder Fisch häufige Ursachen einer Nahrungsmittelallergie. Erdnußallergien sind allerdings besonders problematisch. Friedrichs: „Erdnüsse haben ein extrem hohes allergenes Potential, das heißt der Körper entwickelt sehr häufig und sehr rasch eine Überempfindlichkeit. Außerdem reagiert das Immunsystem auf Erdnüsse oft besonders heftig. Wenige Milligramm können ausreichen, einen allergischen Notfall zu verursachen.“ Erdnußallergien nehmen in der westlichen Welt stetig zu; unter anderem, weil immer mehr Erdnüsse und Erdnußprodukte verzehrt werden.



Erdnuss in der Muttermilch



Erdnußallergene – also die Bestandteile der Erdnüsse, die für die allergische Reaktion verantwortlich sind – gehen in die Muttermilch über. Deshalb können bereits Säuglinge eine Erdnußallergie entwickeln. Stillende Mütter sollten aus diesem Grund keine Erdnüsse essen, sofern in der Familie die Veranlagung zu Allergien besteht – das heißt, wenn Vater und/oder Mutter selber allergiekrank sind. Für das Kind sind Erdnüsse bis zum dritten Geburtstag tabu. Denn Allergien entstehen besonders häufig in den ersten Lebensjahren.


Hat sich die Überempfindlichkeit des Immunsystems erst einmal ausgebildet, ist es meistens zu spät: 75 Prozent der Betroffenen reagieren ihr Leben lang allergisch auf Erdnüsse. Weil eine ursächliche Behandlung bisher nicht existiert, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Erdnüssen konsequent aus dem Weg zu gehen. Das ist nicht einfach. Viele Nahrungsmittel enthalten Erdnüsse in so geringen Mengen, daß sie bislang nicht als Zutat deklariert werden müssen. Loser Ware wie Brot oder Wurst liegt sowieso keine Zutatenliste bei.

Oft hilft deshalb nur die explizite Nachfrage beim Hersteller. Friedrichs: „Endlich soll jetzt auf europäischer Ebene die Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel-Zutaten verschärft werden. Diese Maßnahme ist längst überfällig.“

„Nussverschmutzung“ in der Schokoladenfabrik


Eine weitere Gefahr für Nahrungsmittelallergiker wird trotz der Neuregelung bestehen bleiben: die „Verschmutzung“ von Lebensmitteln mit Allergenen. Wenn zum Beispiel in einer Schokoladenfabrik Nuss-Schokolade hergestellt wird, können an den Produktionsanlagen auch Nussreste haften bleiben. Sie gelangen in winzigen Mengen in die Schokoladensorte, die als nächstes über das Produktionsband läuft. Folge: Plötzlich ruft die nuss-„freie“ Schokoladensorte bei Nussallergikern allergische Symptome hervor.
Dieselbe Gefahr besteht bei Produkten wie Müsli, Eis, Keksen oder Knabbereien. Es ist deshalb für Allergiker oft sicherer, Snacks selber herzustellen. Und wenn die Kantine oder ein Restaurant nicht zuverlässig Auskunft geben kann, welche Zutaten für welches Gericht verwendet werden, bringen Nahrungsmittelallergiker besser ihr eigenes Essen mit – am besten zusätzlich ihr eigenes Besteck. Denn auch Allergenreste an Messern, Gabeln und Löffeln haben schon schwere allergische Reaktionen ausgelöst.
Wer auf bestimmte Nahrungsmittel besonders heftig reagiert, das heißt mit einem allergischen Schock, sollte unbedingt einen Allergologen aufsuchen und sich genau beraten lassen. Die Betroffenen müssen immer ein Notfall-Set bei sich tragen und wissen, wie man es anwendet. Das Set enthält Adrenalin in Form einer Spritze, Adrenalin zum Inhalieren, ein Antiallergikum sowie Kortison.


Die wichtigsten Aspekte der Allergie auf Erdnüsse werden während des Allergie-Kongresses Aachen 2004 am 16. September ab 11 Uhr in dem Symposium „Erdnussallergie und Anaphylaxie“ behandelt.
Das Präventions- und Informationsnetzwerk Allergie/Asthma e.V. (pina) veranstaltet am 19. September im Rahmen des Allergie-Kongresses einen Allergie-Informationstag. Auf dieser Veranstaltung wird sich ein Workshop mit dem Thema Nahrungsmittelallergien beschäftigen.


Pressekontakt Allergie-Kongress, Dr. Petra von der Lage, Bo-delschwinghstr. 17
22337 Hamburg


 

 

 

 

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