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29. Kongresses des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA)
Kurhaus Wiesbaden - 15. und 16. September 2006


Allergie – Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts

Vom 15.-16. September 2006 findet die größte allergologische Fachtagung in Deutschland in diesem Jahr statt: Zum 29. Kongress des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) im historischen Ambiente des Kurhauses Wiesbaden werden 600 Teilnehmer erwartet. Der Kongress steht unter dem Motto: „Allergie – Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts“.

In Deutschland ist mittlerweile jeder Dritte allergiekrank. Heuschnupfen, Asthma und allergische Ekzeme gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen unserer Zeit. „Vor allem die hohe Allergierate bei Kindern ist beunruhigend: bis zu 19 Prozent haben Neurodermitis, bis zu elf Prozent Heuschnupfen und bis zu sieben Prozent Asthma“, sagt der Allergologe Professor Wolfgang Schlenter aus Frankfurt. Er ist gemeinsam mit dem Wiesbadener Professor Ludger Klimek Präsident des Allergie-Kongresses.

Zurückzuführen ist die Zunahme von Allergien vermutlich auf unseren modernen westlichen Lebensstil, wobei ein geringeres Training des Immunsystems durch Infektionen und hochisolierte Wohnräume mit erhöhter Belastung durch Milben- und Schimmelpilzallergene eine wesentliche Rolle spielen. Der verstärkte Pollenflug durch die globale Erwärmung und die Luftverschmutzung durch Feinstäube sind weitere Faktoren, welche die Zunahme allergischer Erkrankungen verursacht haben können. „Die Ursachenforschung ist ein Schwerpunkt der allergologischen Forschung in Deutschland“, so Kongresspräsident Schlenter. „Nur wenn wir genau wissen, warum Allergien so dramatisch zugenommen haben, können wir die Maßnahmen zur Prävention optimieren. Die Vorträge über die Allergieprävention bei Kindern auf dem ÄDA-Kongress werden mit Spannung erwartet.“

Ein zweiter Schwerpunkt des Kongresses ist die adäquate Behandlung von allergiekranken Menschen. „Je eher eine fachärztliche Therapie eingeleitet wird, desto besser sind die Heilungschancen“, sagt Schlenter. „Leider nehmen viele Betroffene ihre Beschwerden nicht ernst genug. Allergie geplagte Menschen wenden sich meistens zu spät und zu selten an einen allergologisch ausgebildeten Facharzt.“ Dabei kann eine rechtzeitige Behandlung wie die spezifische Immuntherapie Allergiesymptome langfristig verbessern und schwere Folgeerkrankungen wie Asthma verhindern.

Schlenter appelliert an die Medien, dazu beizutragen, die Situation der Allergiker in Deutschland zu verbessern: „Durch die Berichterstattung in den Medien kann viel erreicht werden. Eltern können erfahren, welche Maßnahmen bei ihren Kindern Allergien verhindern können, Allergiekranke können lernen, welche Therapie sich in neuen Studien als besonders effektiv erwiesen hat. Allergien können heute sehr wirkungsvoll behandelt werden. Die Patienten müssen die Möglichkeiten aber kennen und nutzen!“

 

1   Weißbuch Allergie in Deutschland, 2. Auflage. DGAKI, ÄDA, DAAU (Ring J, Fuchs T, Schultze-Werninghaus G, Hrsg.), Urban und Vogel, München 2004. ISBN 3-89935-182-7.

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In Deutschland ist mittlerweile jeder Dritte allergiekrank. Heuschnupfen, Asthma und allergische Ekzeme gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen unserer Zeit. „Vor allem die hohe Allergierate bei Kindern ist beunruhigend: bis zu 19 Prozent haben Neurodermitis, bis zu elf Prozent Heuschnupfen und bis zu sieben Prozent Asthma“, sagt der Allergologe Professor Wolfgang Schlenter aus Frankfurt. Er ist gemeinsam mit dem Wiesbadener Professor Ludger Klimek Präsident des Allergie-Kongresses.

Zurückzuführen ist die Zunahme von Allergien vermutlich auf unseren modernen westlichen Lebensstil, wobei ein geringeres Training des Immunsystems durch Infektionen und hochisolierte Wohnräume mit erhöhter Belastung durch Milben- und Schimmelpilzallergene eine wesentliche Rolle spielen. Der verstärkte Pollenflug durch die globale Erwärmung und die Luftverschmutzung durch Feinstäube sind weitere Faktoren, welche die Zunahme allergischer Erkrankungen verursacht haben können. „Die Ursachenforschung ist ein Schwerpunkt der allergologischen Forschung in Deutschland“, so Kongresspräsident Schlenter. „Nur wenn wir genau wissen, warum Allergien so dramatisch zugenommen haben, können wir die Maßnahmen zur Prävention optimieren. Die Vorträge über die Allergieprävention bei Kindern auf dem ÄDA-Kongress werden mit Spannung erwartet.“

Ein zweiter Schwerpunkt des Kongresses ist die adäquate Behandlung von allergiekranken Menschen. „Je eher eine fachärztliche Therapie eingeleitet wird, desto besser sind die Heilungschancen“, sagt Schlenter. „Leider nehmen viele Betroffene ihre Beschwerden nicht ernst genug. Allergie geplagte Menschen wenden sich meistens zu spät und zu selten an einen allergologisch ausgebildeten Facharzt.“ Dabei kann eine rechtzeitige Behandlung wie die spezifische Immuntherapie Allergiesymptome langfristig verbessern und schwere Folgeerkrankungen wie Asthma verhindern.

Schlenter appelliert an die Medien, dazu beizutragen, die Situation der Allergiker in Deutschland zu verbessern: „Durch die Berichterstattung in den Medien kann viel erreicht werden. Eltern können erfahren, welche Maßnahmen bei ihren Kindern Allergien verhindern können, Allergiekranke können lernen, welche Therapie sich in neuen Studien als besonders effektiv erwiesen hat. Allergien können heute sehr wirkungsvoll behandelt werden. Die Patienten müssen die Möglichkeiten aber kennen und nutzen!“

 

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