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Hintergrund
Deutsche
Schabe (Blatella germanica)
Vorkommen:
Tagsüber
versteckt in Ritzen und Spalten, Leitungsröhren und Abluftschächten.
Befallen sind insbesondere Gebäude, in denen regelmäßig große
Mengen Nahrungsabfälle anfallen (Bäckereien, Küchen, Gaststätten,
Kantinen und Hotels). Aber auch in privaten Haushalten sind
sie insbesondere im Küchen und Sanitärbereich anzutreffen.
Bei Einschalten von Licht flüchten sie.
Biologie:
Etwa
1,1 bis 1,4 Zentimeter groß, lehmfarben, mit einer dunkelbraun
melierten Vorderbrust. Sie haben lange, über den Hinterleib
herausragende Flügel. Die Weibchen tragen die blassbraunen
Eipakete, die 15 – 56 Eier enthalten können, etwa vier Wochen
am Körper. Die Larven schlüpfen gleich nach dem Abwerfen des
Eipaketes aus. Nach einer Entwicklungszeit von zwei bis drei
Monaten, in der sich die stecknadelkopfgroßen Jungtiere mehrfach
häuten, werden die Schaben geschlechtsreif. Sie könne an Wänden
empor laufen und fünf bis zehn Zentimeter weit springen.
Materialschäden:
Da
Schaben Allesfresser sind, befallen Sie nachts jegliches organisches
Material – zum Beispiel Nahrungsmittel, aber auch feuchte
Gewebe, Papier, selbst Leder – und zerkleinern es mit ihren
kauend-beißenden Mundwerkzeugen. Durch Einschleppen von Keimen
und durch den Verbleib von penetranten, zum Teil süßlichen
Duftstoffen, werden Lebensmittel auch nach dem Abzug der Schaben
unbrauchbar.
Erkrankung
des Menschen:
Schaben
sind Überträger von Milzbrand, Salmonellen, Typhus, Shigellosen,
Tuberkulose, Pilzerkrankungen usw. Sie tragen zum Großteil
zum Krankheitsbild des so genannten Infektiösen Hospitalismus
bei. Hierbei erkranken Patienten im Krankenhaus zusätzlich
an Erregern, die lediglich im Krankenhaus verbreitet sind.
Auch die Ekelwirkung auf den Menschen ist nicht zu unterschätzen.
Schaben sind nach dem Bundesseuchengesetz melde- und bekämpfungspflichtig.
Bekämpfung:
Die
Diagnose und Bekämpfung eines Schabenbefalles obliegt in jedem
Fall dem Fachmann. Eigene Bekämpfungsversuche führen oftmals
zu belasteten Räumlichkeiten und einer erhöhten Schabenpopulation
im befallenen Gebiet.
Biologische
Alternativen sind mittlerweile anerkannt und als sehr wirkungsvoll
getestet. So kann bereits im Monitoring und Gelverfahren
eine Schabenpopulation völlig beseitigt werden. Jedoch sollte
auch diese Art der Bekämpfung dem Fachmann vorbehalten bleiben.
Nach
Informationen der Firma Vogt & Sommer GmbH, Oberursel
www.vogt-sommer.de
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